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Impfungen / Reisemedizin

Bei einer Schutzimpfung werden Ihnen „entschärfte“ Krankheitserreger verabreicht, so dass Ihre körpereigene Abwehr mit der Bildung von Antikörpern reagiert. Kommen Sie eines Tages mit echten Erregern in Kontakt, tritt die Krankheit nicht mehr auf.


Fachbegriff

Vaccination, Schutzimpfung



Für wen ist die Untersuchung wichtig?

Wir bieten Ihnen alle von der Ständigen Impfkommission (StiKo) für Erwachsene empfohlenen Impfungen an:

  • Tetanus (Wundstarrkrampf)
  • Diphterie
  • Pertussis (Keuchhusten)
  • Poliomyeltis (Kinderlähmung)
  • Masern-Mumps-Röteln (einmalig für alle nach 1970 geborenen Personen bis 18 Jahre mit unklarem Impfstatus)

Außerdem bieten wir Ihnen Impfungen an, die bei Patienten mit erhöhtem Risiko von der Ständigen Impfkommission empfohlen werden:

  • Pneumokokken (Lungenentzündung)
  • Influenza (Virusgrippe)

Weitere Impfungen, beispielsweise für Reisen oder für Patienten mit erhöhtem Risiko (Zeckenexposition), bieten wir Ihnen im Einzelfall an:

  • FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)
  • Hepatitis A
  • Hepatitis B
  • Hämophilus influenzae Typ b
  • Q-Fieber
  • Japanische Enzephalitis
  • Cholera
  • Typhus abdominalis
  • Meningitis (A,C,W,Y)
  • B-Meningokokken
  • Tollwut


Wie läuft die Untersuchung ab?

Nach Auswertung Ihres Impfstatus und Planung der notwendigen und sinnvollen Impfungen müssen mögliche Kontraindikationen überprüft werden – also Gründe, die gegen eine Impfung sprechen. Dazu gehören:

  • akute, schwere Erkrankungen mit Fieber über 38,5 °C
  • Allergien gegen Antibiotika wie „Streptomycin“ und „Neomycin“
  • Hühnereiweißallergie

Eine Einzelfallabwägung muss bei Menschen mit einer Schwächung des Immunsystems erfolgen, vor allem bei Lebendimpfstoffen wie Masern-Mumps-Röteln, Varizellen oder Gelbfieber. Zu dieser Schwächung können führen:

  • Autoimmunerkrankungen (Myastehnia gravis, Hashimotothyreoiditis)
  • HIV
  • eine vorangegangene Chemotherapie
  • Organtransplantation
  • Stammzelltransplantation

Keine Kontraindikation gegen eine Impfung sind:

  • leichte Infekte mit Temperaturen unter 38,5°C
  • möglicher Kontakt zu Personen mit ansteckenden Erkrankungen
  • Krampfanfälle in der Familie
  • Fieberkrämpfe in der Anamnese des Impflings
  • Hauterkrankungen
  • Behandlung mit Antibiotika
  • Schwangerschaft der Mutter des Impflings. Lediglich bei der Varizellenimpfung sollte hier eine individuelle Risikoabwägung erfolgen.


Was ist zu beachten?

Bitte bringen Sie unbedingt Ihren Impfausweis mit. Reiseimpfungen sollten mindestens vier Wochen vor Reiseantritt erfolgen. Bitte teilen Sie uns im Vorgespräch Ihre Reiseroute mit.



Wie oft kann/sollte man die Untersuchung durchführen?

Impfungen sollten regelmäßig nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (StiKo) durchgeführt werden. Wenn Sie wünschen, erfassen wir Sie in unserem Recall-System und erinnern Sie an die fälligen Impfungen.



Kostenübernahme durch die Krankenversicherung

Die Kosten für die von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Impfungen werden von den privaten Krankenversicherung bei bestehender Indikation übernommen. Die Abrechnung der Leistung erfolgt nach der Gebührenordnung der Ärzte (GOÄ). Sie erhalten eine ärztliche Leistungsabrechnung. Darüber hinaus gehende Impfungen gelten als individuelle Gesundheitsleistungen und werden eventuell auch von den privaten Krankenversicherungen nicht immer erstattet. Bitte stimmen Sie dies ggf. im Vorfeld mit Ihrer Krankenversicherung ab.